Weshalb Sie eine Frau einstellen sollten

Sie sind Inhaber eines Unternehmens und wollen eine Stelle neu besetzen? Sie sind Chef und überlegen sich, ob Sie es riskieren können eine Frau auf die nächste Hierarchiestufe zu befördern? Sie stehen vor der Wahl eine Stelle entweder mit einem Mann oder, alternativ, mit zwei Frauen zu je 50% zu besetzen?

Grübeln Sie nicht länger weiter. Glauben und lernen Sie von einer Frau, die viel  in der männlichen Arbeitswelt unterwegs war. Die das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus eigener Erfahrung bestens kennt. Die über Jahrzehnte viele andere Frauen im Berufs- und Führungsalltag erleben und beobachten durfte.  

Sieben Ratschläge zugunsten einer Frau

Diese Ratschläge sollten Sie beherzigen (ohne Garantie und mit Augenzwinkern), bevor Sie sich für einen Mann entscheiden:

  1. Wenn Sie die Stelle mit Jemandem besetzen wollen, der über viele Jahre hinweg konstante und qualitativ hochstehende Arbeit verrichtet, sich mit seinem Job zufrieden gibt, und in den kommenden Jahren erstmal nicht nach einer Lohnerhöhung fragen wird – erst recht nicht nach einer Beförderung – dann empfehle ich Ihnen das Bewerberfeld nach einer Frau abzusuchen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau (im Gegensatz zu einem Mann) diese Kriterien erfüllen wird, dürfte deutlich höher ausfallen.                                                                                        
  2. Wollen Sie die Stelle mit einer Arbeitskraft besetzen, die Ihnen noch mehr verbunden ist, dann darf ich Ihnen eine „Wiedereinsteigerin“ empfehlen. Sie wird sich mit grossartigem Elan einarbeiten, vielleicht sogar Weiterbildungsmassnahmen im Voraus und auf eigene Kosten absolviert haben. Sie wird Pflichtbewusstsein und Aufopferungswillen demonstrieren, und dabei äusserst dankbar sein überhaupt arbeiten zu dürfen. Das Beste aber: Aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters und Bruch im Lebenslauf ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie abspringt bzw. abgeworben wird, höchst gering.                                                                                                 
  3. Kommen wir zur Lohnhöhe – vermutlich wissen Sie das selbst, trotzdem sei es hier nochmals erwähnt: Frauen sind bereit denselben Job für durchschnittlich ca. 20% weniger Lohnsumme als ein Mann mit vergleichbaren Qualifikationen zu verrichten. Unter dem Aspekt „substantielle Kostenersparnis“ sollte es deshalb immer zu rechtfertigen sein, sich für eine Frau zu entscheiden.                                                                                                                        
  4. Das Gleiche gilt selbstverständlich für Teilzeitarbeitskräfte: Besonders lohnend wird die Sache, wenn Sie eine Frau zu 80% einstellen. Dabei brauchen Sie keine Mühe darauf verschwenden zu überlegen, wie Sie das bisherige volle Arbeitspensum der Stelle auf 80% reduzieren können. Am besten sprechen Sie gar nicht darüber. Der Grossteil der arbeitseifrigen und gewissenhaften Frauen wird sich aufopfern ein 100%-iges Arbeitspensum in 80% der Zeit zu erledigen. Gewinn für Sie: Volle 20%. Gleichzeitig freut sich die Frau über den einen freien Tag pro Woche, an welchem sie die Hausarbeit erledigt, einkaufen geht, Arzttermine wahrnimmt, u.s.w.                                                                                                                                                                                         
  5. Sollten Sie sich mit dem Gedanken beschäftigen einen Arbeitsplatz in zwei 50%-ige Stellen zu unterteilen – tun Sie es! Stellen Sie zwei Frauen zu je 50% ein, und Sie werden Leistung von weit über 100% erhalten. Es gibt aber noch einen anderen Grund: Sollte eine der Frauen mal krank werden, springt die Andere ein. Daraus folgt: Ihr Krankheitsstand divergiert ab sofort gegen null.                                                                                                                                                                           
  6. Es kommt noch besser: Sollten Sie Jemanden suchen, der alles tut, um nicht zu enttäuschen, dann entscheiden Sie sich für eine ambitionierte „Mutter mit Kind“: Seien Sie unbesorgt, sie wird sich zu organisieren wissen. Arbeitseffizienz wird bei ihr an höchster Stelle stehen, und damit wird sie zur produktivsten Kraft in Ihrem Team avancieren. Der Grund ist ganz einfach: Sie will bzw. muss abends pünktlich die Kinder im Hort oder bei der Tagesmutter abholen. Also hat sie tagsüber keine Zeit für einen Schwatz mit Kollegen, eine Kaffeepause, oder privates Surfen im Internet. Wenn Sie sich nun sorgen, dass Sie in Zeiten hoher Belastung nicht auf diese Frau zählen können, dann täuschen Sie sich: Die ambitionierte „Frau mit Kind“ wird unaufgefordert Laptop und Arbeit mit nach Hause nehmen, um – nachdem sie die Kinder abends ins Bett gebracht hat – Emails zu checken, Offerten und Präsentationen bis spät in die Nacht fertig zu stellen. Diese Frau will sich nämlich keine Blösse geben. Um vor sich selbst bestehen zu können wird sie unentwegt beweisen, dass sie mindestens so viel Arbeit schafft wie jede/r Andere in Ihrem Team. Deshalb wird sie sich auch bei Krankheit der Kinder zu organisieren wissen (Eltern herbestellen), und selbst dann noch in der Arbeit erscheinen, wenn Sie sie mit 38 Grad Fieber und total verschnupft lieber im Bett wüssten.                                                                                                                                                                                     
  7. Über die charakterlichen Vorzüge von Frauen haben wir noch gar nicht gesprochen: Gemäss Studien zeigen Frauen tendenziell eine höhere interpersonelle Sensibilität und sind weniger impulsiv¹. Sie legen in der Kommunikation mehr Wert auf die Übermittlung von Inhalten und die emotionale Beziehung zu ihrem Gegenüber. Frauen sorgen sich um ein gutes Arbeitsklima. Sie fühlen sich oft auch dann verantwortlich, wenn sie keine Leitungsfunktion haben, und kümmern sich. Sie besitzen Organisationstalent (vor allem die berufstätige Mutter), und reden auch mal gerne Tacheles. Mit einer Frau holen Sie sich also einen „guten Geist“ ins Team, jemanden, der Ihnen gerne mitteilt, was sich auf der Beziehungsebene und vielleicht hinter Ihrem Rücken abspielt. Nicht zuletzt Eine, auf die Sie auch mal eine logistische oder lästige Arbeit abschieben können…

 

Eine letzte Bemerkung: Das sind lediglich sieben Ratschläge, weshalb es sich lohnen könnte eine Stelle mit einer Frau zu besetzen, bestimmt fallen Ihnen noch mehr und bessere ein. Übrigens: Etymologisch setzt sich das Wort „Ratschlag“ aus den Wörtern „Rat“ und „Schlag“ zusammen…

 

Quellen:

¹ Chief Executive: Leadership Differences Between Men and Women 

 

 

 

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