Das AuPair – eine Art „eierlegende Wollmilchsau“?

AuPairs können eine grosse Unterstützung sein im Alltag einer berufstätigen Mutter. Sie wickeln, holen die Kinder ab, spielen mit ihnen und bringen sie zu Bett, wenn man spät nach Hause kommt. AuPairs legen Wäsche zusammen, putzen, tischen und räumen den Geschirrspüler ein. Sie kontrollieren Hausaufgaben, und kochen sogar. Das klingt beinahe nach einer «eierlegenden Wollmilchsau»: Nanny, Haushälterin und Babysitter in einem.

Sie merken und wissen schon: Es ist nicht alles Gold was glänzt. „Realistisch bleiben“ und „gegenseitige Toleranz“ sind eine gute Devise, wenn es um AuPairs geht.

Meine eigene Erfahrung mit AuPairs liegt einige Jahre zurück. Das gewährt emotionale Distanz und Objektivität. Insofern hoffe ich im folgenden brauchbare Hinweise all jenen zu geben, die sich fragen, ob sie ein AuPair in Ihr Zuhause holen wollen.

 

Nachts halbnackt kurz zu den Kindern schauen?

Am Anfang steht die grundsätzliche Frage: AuPair – versus alle anderen Arten der Kinderbetreuung und Haushaltsunterstützung. Es ist keine einfache Entscheidung. Im Rückblick halte ich genau zwei Fragen für relevant:

1. Benötigen Sie flexible und ad-hoc abrufbare Unterstützung für die Kinder und im Haushalt? Ich persönlich hatte damals mit Eltern, die in einem anderen Land wohnten, und einem Ehemann, der als Berater ständig unterwegs war, keine echte Alternative: Was, wenn die Kinder krank wurden und zuhause betreut werden mussten? Was, wenn die Kinder früher aus der Schule entlassen wurden, und ich noch in einem Meeting sass? Was, wenn ich einen geschäftlichen Abendanlass besuchen musste?

Natürlich können Sie auch mit einem Babysitter arbeiten, aber dieser bietet nicht dasselbe Ausmass an Unterstützung an, er hilft nur in der Kinderbetreuung, nicht im Haushalt.

2. Wenn Sie also zum Schluss kommen, dass ein AuPair eine grosse Hilfe für Sie wäre, fragen Sie sich folgendes: Können Sie sich vorstellen mit einem/r Fremden dauerhaft Ihre Privatsphäre zu teilen? Meines Erachtens ist das der weitaus wichtigere Punkt, denn mit einem AuPair wird sich Ihr Familienleben verändern: Die Gespräche am Tisch verlaufen anders, weil ein „Fremder“ zuhört. Die eingespielte soziale „Familien-Hackordnung“ wird hinterfragt (z.B. Welchen Platz nimmt das AuPair ein? Wer ist primärer Ansprechpartner und zuständig für das  AuPair?) Ihre Familie wird mit neuen kulturellen Einflüssen und andersartigen persönlichen Angewohnheiten konfrontiert werden. Ein AuPair hat vielleicht ein anderes Verständnis von Kindererziehung, oder von Ordnung und Sauberkeit. Man hat nicht die Wahl, das alles zu ignorieren, oder sich zu entziehen, denn es spielt sich im eigenen Zuhause ab.

 

Seien Sie sich deshalb bewusst: Mit dem Entscheid ein AuPair in Ihrer Familie aufzunehmen, öffnen Sie zugleich Ihre Privatsphäre. Ich zumindest bin während unseren AuPair-Jahren nie mehr halbnackt durch die Wohnung gehuscht …

Erst wenn Sie diese zweite Frage für sich mit ja beantwortet haben, lohnt es sich die spezifischen Anforderungskataloge der AuPair-Vermittlungsagenturen zu konsultieren.

 

Auch Sie bewerben sich!

Erfüllen Sie als zukünftige Gastfamilie alle Kriterien, geht es an die Umsetzung, die mit der Auswahl des „richtigen“ AuPairs beginnt. Wichtig zu wissen: Nicht nur die AuPairs bewerben sich bei Ihnen, sondern auch Sie als Familie bewerben sich bei den AuPairs. Überlegen Sie sich deshalb gut, was Sie anbieten können, und was Ihnen wichtig ist:

  • Ich habe unserer Bewerbung jeweils einen detaillierten Wochen-Arbeitseinsatzplan beigelegt. Das vermittelt nicht nur dem AuPair ein klares Bild, was erwartet wird, sondern zwingt einen auch selbst im Vorfeld zu überlegen, für welche Arbeiten man das AuPair konkret einsetzen will. Zudem liefert es Rechenschaft darüber, ob man mit den maximal zulässigen Arbeitsstunden eines AuPairs überhaupt zurechtkommen wird.

 

  • Beschreiben Sie Ihr Zuhause und die AuPair-Räumlichkeiten. Dazu gehört die Ausstattung des AuPair-Zimmers. Nicht nur Sie möchten einen Resten von Privatsphäre bewahren, sondern auch das AuPair möchte sich nach der Arbeit zurückziehen können… Die Zurverfügungstellung eines schönen Zimmers, vorzugsweise mit eigenem Bad, und ausgerüstet mit Fernseher, Telefon, Internet-Anschluss, etc. sind eine gute Voraussetzung dafür, dass das AuPair kein Dauergast auf Ihrer Couch wird.

 

  • Realistische Details zu Ihrem Wohnort, zum öffentlichen Verkehr sowie das Angebot an Freizeitaktivitäten sollten nicht fehlen: Ich habe AuPairs kennengelernt, die glaubten sie kämen direkt auf den Marienplatz in München zu wohnen, nur um nach Ankunft herauszufinden, dass ihre Gastfamilie eineinhalb Stunden per Zug vom Stadtzentrum entfernt lag. Dass da die Enttäuschung vorprogrammiert ist, liegt auf der Hand, und hilft bestimmt nicht der Eingewöhnung.

 

Erst wenn Sie selbst alle Unterlagen eingereicht haben, erhalten Sie die AuPair-Bewerbungen via Vermittlungsagentur. Bei mir waren das jeweils an die 10 Stück: Studentinnen aus Georgien und der Ukraine zwischen 19 und 26 Jahren alt, ein bis zwei junge Männer aus dem Maghreb, Asiatinnen (Sri Lanka, Philippinen, Indonesien). Man würde meinen, dass es bei dieser Vielfalt grosse Unterschiede in den Bewerbungen gäbe. Mitnichten. Die Bewerbungsmappen glichen einander meist wie ein Ei dem anderen, was wohl daran lag, dass die Agentur bei der Gestaltung kräftig mithalf. Sie enthielten typischerweise einen Lebenslauf und einen persönlichen Brief an die potentiellen Gastfamilien, Fotos der Bewerber, und Fotos zusammen mit Kindern (wahrscheinlich Nichten, Neffen, Nachbarskinder?). Klares Ziel: Den Beweis anzutreten, dass schon ganz viel Erfahrung in Sachen Kinderbetreuung existiere.

 

Die Qual der Wahl und Match-Making 

Nachdem derartige Bewerbungsunterlagen nicht viel hergeben, stellt sich die Frage, wie man sich entscheidet? Nach vielen Jahren Erfahrung in der «AuPair-Auswahl» bin ich zum Schluss gekommen, dass man sich getrost auf ein paar wenige Kriterien beschränken kann. Alles andere findet man nämlich erst heraus, wenn das AuPair tatsächlich schon bei einem wohnt:

  1. Geschlecht: Von Anfang an einigten sich mein Mann und ich darauf, nur weibliche AuPairs einzustellen. Gründe waren: Ein besseres Gefühl unsere Kinder in die Obhut einer jungen Frau zu geben, und unsere Annahme, dass eine Frau Hausarbeiten besser verrichten könne. Mir ist bewusst, dass das altmodische und von Vorurteilen geprägte Vorstellungen sind. Dennoch bin ich der Überzeugung, dass man von vorneweg ein gutes Gefühl haben sollte, wenn man eine fremde Person in sein Haus lässt. Ehrlichkeit gegenüber sich selbst – und seinen eigenen antiquierten Vorstellungen, sind dafür unabdingbare Voraussetzung…

 

  1. Nationalität: Unser erstes AuPair stammte aus Georgien. Wir waren sehr zufrieden mit ihr. Das führten wir nicht zuletzt auf interkulturelle Eigenschaften zurück, wie z.B. ihre Wertehaltung und Arbeitseinstellung, ihre kulinarischen Vorlieben und Kochkünste, ihre Einstellung zum Thema Religiosität. Aufgrund unserer guten Erfahrung entschieden wir uns immer wieder für Georgierinnen. Dies hatte den Vorteil, dass wir mit der Mentalität und den georgischen Gebräuchen immer besser vertraut wurden, was uns wiederum beim jährlichen AuPair-Wechsel zugutekam. Uns blieb damit auch erspart, sich immer wieder auf eine neue Kultur einstellen zu müssen. Darum die Empfehlung: Finden auch Sie heraus mit welcher Kultur Ihre Familie am besten zurechtkommt, und bleiben Sie dabei!

 

  1. Alter: Wir grenzten die Altersspanne relativ schnell ein. Mädchen unter 20 Jahren hielten wir für zu jung in punkto Reife und Verantwortungsbewusstsein. Auch starkes Heimweh befürchteten wir bei dieser Altersklasse. Bei Frauen über 28 Jahren waren wir hingegen nicht sicher, ob diese noch ausreichend flexibel sein würden sich an unseren Haushalt und Lebensgewohnheiten anzupassen.

 

  1. Ausbildung: Mit Ausnahme einer Einzigen, besassen alle unsere AuPairs ein abgeschlossenes Deutschstudium. Wer nun aber fliessende Deutsch-Sprachkenntnisse erwartet, irrt gewaltig. Ich lernte schnell, dass man Deutsche Literatur auch in georgischer Sprache studieren kann. Sollten Sie sich wundern wie gut jenes AuPair sprach, welches stattdessen Wirtschaft studierte – lassen Sie es mich so zusammenfassen: Die ersten Wochen verständigten wir uns vorwiegend mit Händen und Füssen. Dafür konnten wir bei ihr nach einem Jahr die grössten Sprachfortschritte verzeichnen.

 

  1. Telefoninterview: Auf Basis dieser vier Kriterien schränkte ich die Auswahl auf 2-3 Kandidatinnen ein und führte mit diesen ein erstes telefonisches Gespräch. Anno dazumal fanden diese Interviews über eine knirschende und ratternde Telefonverbindung statt. Ich kann mich sogar an ein AuPair erinnern, das kein eigenes Telefon besass, weshalb wir gebeten wurden eine  befreundete Nachbarin irgendwo in der georgischen Pampa anzurufen. Ich weiss bis heute nicht, ob ich damals tatsächlich mit dem AuPair oder der Nachbarin sprach… Im Zeitalter von iPhone, WhatsApp und Skype dürfte ein solches Telefonat mittlerweile ein Kinderspiel sein. Umso mehr rate ich dazu. Denn Sie werden nicht nur einen Eindruck über vorhandene – oder nicht vorhandene – Sprachkenntnisse erhalten, sondern eine erste Ahnung über die Persönlichkeit, zumindest ein Bauchgefühl, ob ein Zusammenleben überhaupt denkbar ist. Mein Tipp ist: Vertrauen Sie diesem Gefühl!

 

Haben Sie Ihre Wahl getroffen und ist eine Einigung mit dem AuPair zustande gekommen, geht es an die administrativen Prozesse: Unterzeichnung des Anstellungs- und Arbeitsvertrages, Beantragung von Visum und Aufenthaltsgenehmigung, Flugbuchung, Abschluss einer AuPair-Versicherung, Einrichtung des AuPair-Zimmers, etc. Die Vermittlungsagentur wird Ihnen zwar behilflich sein. Ein Grossteil der Arbeit bleibt dennoch bei Ihnen und dem AuPair selbst hängen. Ich empfehle deshalb genügend Zeit von mindestens 3-4 Monaten einzuplanen, damit das AuPair rechtzeitig eintrifft.

 

 

Das grosse Abenteuer beginnt!

Irgendwann ist es aber so weit: Packen Sie Ihre Familie ein und holen Sie das AuPair vom Flughafen ab. Die Vorfreude sowie die Sorge darüber, ob die Auswahl richtig war, dürften gegenseitig sein. Kalkulieren Sie das ein, und gehen Sie die Sache behutsam an. Vergessen Sie nicht, dass das AuPair ganz alleine, für viele Monate und sehr weit weg ist von ihrer eigenen Familie und Freunden. Vielleicht ist sie sogar das erste Mal geflogen? Das Ganze ist ein Abenteuer, und die Aufregung deshalb gross.

Es empfiehlt sich so schnell wie möglich ein ausführliches Gespräch zu führen, in welchem Sie die grundsätzlichen Pfeiler des Zusammenlebens und Ihre Erwartungen schildern. Betonen Sie, was Ihnen wichtig ist. Sind die Kinder alt genug, ist es sinnvoll, dass sie dabei sitzen und mithören, so kennen auch sie von Beginn weg die „Spielregeln“.

 

Eine Gebrauchsanleitung für erfolgreiches Zusammenleben

Damit das Zusammenleben gelingt, im Folgenden ein paar Tipps und Tricks basierend auf meinen langjährigen Erfahrungen:

  • Erstellen Sie ein AuPair-Handbuch: Das ist eine umfassende schriftliche „Gebrauchsanleitung“ mit dem Ziel, dass sich das AuPair rasch alleine zurechtfindet. Die Erstellung ist zwar etwas aufwändig, lohnt sich aber, zumal es für zukünftige AuPairs wieder verwendet werden kann. Natürlich können und werden Sie das AuPair auch mündlich informieren. Doch denken Sie bitte daran, dass viel Information auf wahrscheinlich geringe Sprachkenntnisse beim AuPair treffen werden. Insofern ist Schriftlichkeit gut, denn das kann man in den ersten Wochen immer wieder nachlesen und nachschlagen. Die einzelnen Punkte, die ein solches Handbuch umfassen und abdecken sollte, finden Sie in der MomLadyBoss Community auf XING.

 

  • Sorgen Sie dafür, dass das AuPair möglichst rasch Freunde in Ihrer Umgebung findet. Das beschleunigt die Eingewöhnung und erhöht die Autonomie, so dass bald eine eigene Freizeitgestaltung stattfinden wird. Gleichzeitig ermöglicht es dem AuPair Ansprechpartner ausserhalb der Familie zu haben, um persönliche Themen und Probleme zu besprechen, die es nicht mit Ihnen als Arbeitgeber aufnehmen will. In jeder grösseren Stadt sind Organisationen und Vereinigungen zu finden, wo sich einschlägige Nationalitäten regelmässig treffen: Wir stellten fest, dass es in München eine grosse «georgische Gemeinde» gab, deren Kontaktnummern wir bald kannten und den neuen AuPairs zur Verfügung stellen konnten.

 

  • Der grossen anfänglichen Euphorie mag nach 1-2 Monaten eine Phase der Ernüchterung folgen. Vielleicht leidet das AuPair plötzlich unter grossem Heimweh. Machen Sie sich das  bewusst und sprechen Sie Ihr AuPair ggfs darauf an. Erkundigen Sie sich, was Sie tun können, um über diese Phase hinweg zu helfen. Ich habe sehr gute Erfahrung damit gemacht dem AuPair nach den ersten ca. 4 Monaten Heimurlaub zu gewähren (typischerweise über Weihnachten/Neujahr). Die Vorfreude darauf half den Meisten mit dem Heimweh besser zurecht zu kommen. Nach Rückkehr waren die Mädchen psychisch sichtlich re-stabilisiert. Alle hatten sich auf die Rückkehr gefreut und gingen die zweite Phase ihres Aufenthalts mit frischem Elan an. In keinem Fall ist das Heimweh in gleicher Schwere zurückgekehrt. Auch wir als Familie genossen die AuPair-freie Pause über die Festtage.

 

  • Achten Sie darauf, dass Ihre Kinder Sie und das AuPair nicht gegeneinander ausspielen. Kinder sind sehr sensibel. Die Meinigen hatten immer gespürt, wenn ich mit gewissen Dingen, die das AuPair tat oder sagte, nicht zufrieden war. Damit die Situation nicht noch komplexer wird, ist es ratsam, solche Themen immer bilateral mit dem AuPair zu klären, und dem AuPair den Rücken zu stärken. Ansonsten laufen Sie Gefahr, dass Sie die Kinder in die Auseinandersetzungen mit dem AuPair hineinziehen, was dessen Arbeit und Leben bestimmt nicht erleichtert, und letztlich zu Ihren eigenen Lasten geht.

 

  • Sowohl kleinere Divergenzen wie ernsthafte Probleme sollten Sie sofort mit dem AuPair besprechen. Augen zu und durch funktioniert nicht. Unsere Themen reichten von «Ständigem Fenster offen lassen im Winter» (> unerklärlich hohe Heizkosten) über «extremer Fusschweiss» (so dass wir es in unserer eigenen Wohnung kaum mehr aushielten …) bis hin zu «Herunterladen unerlaubter Internet-Seiten» (wir erhielten eine rechtliche Androhung) und «Ladendiebstahl». Wir konnten immer alles klären. Einiges stellte sich als Missverständnis heraus: Zum Beispiel hatte unser AuPair den Pullover im Kaufhaus von einer Etage in die nächste getragen, weil sie dort weitere Einkäufe tätigen wollte, hegte also nicht die Absicht den Pullover zu stehlen, wie ihr vom Kaufhaus-Detektiv unterstellt wurde.

 

Noch ein Kind im Haushalt?!

Ein Jahr geht schnell vorbei. Überlegen Sie frühzeitig, ob Sie eine Nachfolge-Einstellung machen wollen. Im Idealfall ist der Abschied von Ihrem AuPair nicht leicht, nämlich dann, wenn sie eine gute Zeit miteinander verlebten. Das ist in zweierlei Hinsicht schwer: Erstens tut es weh zu sehen, wie sehr die Kinder am scheidenden AuPair hängen. Oft sind bei uns deswegen Tränen geflossen, nicht nur bei den Kindern, auch auf Seiten des AuPairs. Zweitens ist es für die ganze Familie eine kleine Herausforderung sich nach kurzer Zeit schon wieder auf ein neues AuPair einzulassen: In punkto Arbeitskraft ist die Neue zwar Ersatz, in menschlicher Hinsicht wird sie es nie sein, da sie eine andere einzigartige Person ist. Da hilft es zumindest die AuPair-Aufenthalte zeitlich so zu takten, dass ein paar Wochen Ferien zwischen Abschied und Neuanreise der Mädchen liegen.

Mit der Zeit kriegt man Übung im Umgang mit AuPairs. Vieles wird einfacher und gerät beinahe zum Automatismus. Vielleicht ist man nach dem x-ten AuPair auch nicht mehr bereit sein Herz so weit zu öffnen, nachdem klar wird, dass es immer nur eine Freundschaft auf Zeit ist?

Die Kinder werden älter und selbständiger. Damit ein Zusammenleben funktioniert, sollten sie jedoch einen gewissen Respekt vor dem AuPair behalten. Als unsere Tochter zwölf Jahre alt war, sass sie wie immer beim Begrüssungsgespräch mit auf dem Sofa und hörte aufmerksam zu. Das AuPair bedankte sich und zog sich in ihr Zimmer zurück. Daraufhin die Tochter: «Die weiss ja weniger wie ich, und benimmt sich fast noch wie ein Kind…»

Spätestens da wussten wir: Das wird unser letztes Jahr mit AuPair werden.

 

 

 

(Bild von Viktor Hanacek auf picjumbo)

 

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