Biografie

Kurzversion:

Zuerst möchte ich mich vorstellen: Claudia Göldi, Schweizerin. Ehefrau. Mutter zweier Teenager. Gründerin von shiru advisors ag, meinem eigenen Consulting- und Coaching Unternehmen. Davor hatte ich mich von der Pieke auf bis ins C-Level eines weltweit führenden Finanzkonzerns hoch gearbeitet. Ich bin in meinem Leben sehr viel gereist; leitete als President eine Niederlassung in Japan. Heute blicke ich auf 54 Lebensjahre zurück. Damit besitze ich einen grossen Schatz an Erfahrungen: Neben erfüllten Tagen mit Licht und voller Lachen, gab es auch grosse Anstrengungen, und traurige und schmerzhafte Momente – ein ganz normales Leben halt! Ziel dieses Blogs ist es meine Erfahrungen als Frau, Mutter und Geschäftsfrau mit anderen zu teilen, sie daran teilhaben zu lassen, und einen Austausch zwischen Gleichgesinnten aufzubauen. Ganz nach meinem Motto: «inspired by experience».

Für die mit etwas mehr Zeit zum Lesen – oder Neugierde:

Wie bin ich zu dem geworden, was ich heute bin?

Ich bin in der Schweiz geboren und aufgewachsen. Ich liebe die Schweiz. Den Schnee im Winter auf den Bergen, und, noch mehr, die warmen Sommertage an den Schweizer Seen. Passend deshalb mein zweiter Vorname: Heidi. Dieser zweite Name hat mir in Asien stets viel Sympathie eingebracht.

Meine Eltern erzogen meinen Bruder und mich früh zur Selbständigkeit. Also zog ich nach der Schule mit 19 Jahren aus, um auf eigenen Füssen zu stehen. Das Schicksal bescherte mir in meinem ersten richtigen Job einen altmodisch-patriarchalischen Chef. Ich erkannte, dass ich es nicht ausstehen würde „ein Leben lang herum schikaniert“ zu werden. Also entschied ich mich Betriebswirtschaft zu studieren. Mein Ziel war es, für mich selber sorgen zu können. Stets mit diesem Ziel vor Augen habe ich die überwiegende Zeit meins Lebens zu 100% gearbeitet.

Gleichzeitig wuchs in mir der Wunsch, eine Familie zu gründen. Beruf und Familie dabei gleichwertig zu führen und zu vereinbaren, war für mich wichtig. Schon meine Grossmutter hatte meinem Grossvater zeitlebens im Geschäft geholfen, und dabei 3 Kinder gross gezogen. Weshalb sollte ich das – 40 Jahre später – anders machen? Ich hatte das Glück einen Ehemann zu finden, der mich in all diesen Wünschen unterstützte. Sogar bereit war, selbst zweimal Vaterschaftsurlaub zu nehmen, was in Deutschland, wo wir lange lebten, möglich ist. Dass auch das seine Tücken hat, erkannte ich erst später. Heute bin ich mir darüber bewusst wieviel Kraft uns das gekostet hat, und wie wichtig deshalb eine ausgewogene Work-Life Balance ist.

Mich interessierten schon immer die vielen unterschiedlichen Ecken unserer Welt. Bereits meine Eltern waren oft beruflich im Ausland unterwegs gewesen. Dabei geht es mir nicht nur ums Reisen, sondern die Menschen auf den verschiedenen Kontinenten kennenzulernen. Ihre Art auf das Leben zu schauen, Dinge anders zu betrachten und zu machen als wir, faszinieren mich bis heute. Der Einblick in so viele andere Kulturen hat mich gelehrt, dass es nicht eine einzige Wahrheit gibt, sondern unterschiedliche Perspektiven und Standpunkte. 1996 brach ich auf in die Welt. Nach 20 Jahren Auslandsaufenthalt und intensivem Reisen – beruflich wie auch privat – bin ich in meine Heimat zurückgekehrt.

Alles erreicht – was nun?

Knapp vor meinem 50. Lebensjahr hatte ich es endlich geschafft und mich als „Supermom“ mit zwei pubertierenden Kids in die Top Executive Sphären eines internationalen Finanzkonzerns empor gearbeitet. Damit hatte ich eigentlich alles erreicht, was ich wollte. Zahlte dafür aber auch einen Preis: Meine erste Ehe war zwischenzeitlich gescheitert, mir blieb wenig Zeit für die Kinder, ich führte ein kaum nennenswertes Sozialleben, Sport betrieb ich bestenfalls im Urlaub. Eine Grippe oder einen Schnupfen konnte ich nie richtig auskurieren, und nie war Zeit für meine eigenen Bedürfnisse. Eigentlich hatte ich meine eigenen Bedürfnisse ganz und gar aus den Augen verloren, aber das war mir damals wenig bewusst. Stattdessen stand ich nochmals vor der Wahl wieder zurück in Asien zu arbeiten. Ich spürte aber, dass es Zeit war für einen Schnitt, kündigte, zog in die Schweiz und gönnte mir eine Auszeit.

Für meine Kinder war das ein Kulturschock in zweierlei Hinsicht: Von der Grossstadt aufs Land, und eine Mutter, die plötzlich gaaaanz viel Zeit hatte. Ich hingegen genoss es Zeit zu haben, für die Familie da zu sein, alte und neue Freunde zu treffen. Zwischen Relaxen und Nachdenken riefen ab und zu alte Geschäftskontakte an, fragten nach meinem Rat, wollten meine Expertise. So entstand die Idee, mich selbständig zu machen.

Dafür bin ich dankbar und ich gebe es gerne weiter

Heute arbeite ich als selbständige Unternehmerin und ausgebildete Coach. In meiner Ausbildung zum Coach lernte ich viel über mich selbst. Vieles, was ich erlebt hatte, sehe ich heute in anderem Licht und bewerte ich anders. Ich ruhe mehr in mir selbst, und ich kenne mich sehr viel besser. Ich weiss, was es bedeutet Verantwortung – nicht nur für andere, sondern auch für mich selbst –  zu übernehmen. Ich bin mir meiner Gefühle und Bedürfnisse bewusster, und bin souveränder im Umgang mit ihnen. Ich weiss, dass es keine absolute Sicherheiten gibt, und dass es eine Illusion ist Sicherheit durch die Ausübung von Kontrolle erreichen zu wollen. Stattdessen werde ich immer sicherer im Umgang mit Unsicherheit. Ich habe gelernt wie wichtig Achtsamkeit ist, und dass eine ausgewogene Balance zwischen Beruf und Privatleben zentral wichtig ist, nicht nur für das eigene Wohlbefinden, sondern auch für die langfristige Gesundheit aus Sicht eines verantwortungsvollen Arbeitgebers, und ganz besonders für eine gute Partnerschaft und ein glückliches Familienleben. Ich bin meinen Trainern dankbar dafür, dass ich all das lernen durfte, und gebe es gerne an andere weiter – zusammen mit meiner vielseitigen Lebens- und Berufserfahrung. Ich tue das als Coach, Unternehmerin, und in Form dieses Blogs.

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