Biografie

Kurzversion:

Zuerst möchte ich mich vorstellen: Claudia Göldi, Schweizerin. Ehefrau. Mutter zweier Teenager. CEO und Gründerin von shiru advisors ag, meinem eigenen Consulting- und Coaching Unternehmen. Davor hatte ich mich von der Pieke auf bis ins C-Level eines weltweit führenden Finanzkonzerns hoch gearbeitet. Ich bin in meinem Leben sehr viel gereist; leitete als President eine Niederlassung in Japan. Heute blicke ich auf 51 Lebensjahre zurück. Einige meinen, man sieht mir die Jahre nicht an. Ein schaurig nettes Kompliment, von dem ich insgeheim hoffe, dass es stimmt. Denn als Frau ist es mir wichtig attraktiv zu sein, und zu bleiben. Ich selbst weiss, dass es 51 lange Jahre waren, denn ich kann auf einen grossen Schatz aus Erfahrungen zurückblicken: neben erfüllten Tagen mit Licht voller Lachen auch grosse Anstrengungen, traurige oder gar schmerzhafte Momente – ein ganz normales Leben halt! Es ist Ziel dieses Blogs Andere an diesen Erfahrungen teilhaben zu lassen, und einen Austausch zwischen Gleichgesinnten zu errichten. Ganz nach meinem Motto: «inspired by experience».

Für die mit etwas mehr Zeit zum Lesen – oder Neugierde:

Wie bin ich zu dem geworden, was ich heute bin?

Ich bin in der Schweiz geboren und aufgewachsen. Ich liebe die Schweiz, die Bergen und Seen, den Schnee im Winter und die schönen Sommer – wenn es denn ab und zu welche gibt. Passend deshalb mein zweiter Vorname: Heidi. Dieser zweite Name hat mir in Asien stets viel Sympathie eingebracht.

Meine Eltern erzogen meinen Bruder und mich früh zur Selbständigkeit. Also zog ich nach der Schule mit 19 Jahren aus, um auf eigenen Füssen zu stehen. Das Schicksal bescherte mir in meinem ersten richtigen Job einen altmodisch-patriarchalischen Chef. Ich erkannte, dass ich es nicht ausstehen würde „ein Leben lang herum schikaniert“ zu werden. Und wusste: die einzige Lösung, um das nachhaltig zu vermeiden, ist, selbst Chef zu werden. Also entschied ich mich Betriebswirtschaft zu studieren. Mein Ziel war es, für mich selber sorgen zu können. Stets dieses Ziel vor Augen, habe ich in meinem Leben immer zu 100% gearbeitet.

Gleichzeitig wuchs in mir der Wunsch, eine Familie zu gründen. Beruf und Familie dabei gleichwertig zu führen und zu vereinbaren, war für mich wichtig. Schon meine Grossmutter hatte meinem Grossvater zeitlebens im Geschäft geholfen, und dabei 3 Kinder gross gezogen. Weshalb sollte ich das – 40 Jahre später – anders machen? Ich hatte das Glück einen Ehemann zu finden, der mich in all diesen Wünschen unterstützte. Sogar bereit war, selbst zweimal Vaterschaftsurlaub zu nehmen. Dass auch das seine Tücken hat, erkannte ich erst später.

Obwohl Geografie nie mein bestes Schulfach war, interessierten mich die vielen unterschiedlichen Ecken unserer Welt. Bereits meine Eltern waren beruflich im Ausland unterwegs gewesen. Es ging mir nicht nur ums Reisen, sondern die Menschen auf den verschiedenen Kontinenten kennenzulernen. Ihre Art auf das Leben zu schauen, Dinge anders zu betrachten und zu machen als wir, faszinieren mich bis heute. Ich glaube immer noch nicht, dass es nur eine einzelne Wahrheit gibt, nach der sich alle richten sollten, sondern unterschiedliche Perspektiven und Standpunkte. 1996 brach ich auf in die Welt. Nach 20 Jahren Auslandsaufenthalt und intensivem Reisen – beruflich wie auch privat – bin ich letztes Jahr in meine Heimat zurückgekehrt.

Alles erreicht – was nun?

Knapp vor meinem 50. Lebensjahr hatte ich es endlich geschafft und mich als „Supermom“ mit zwei pubertierenden Kids in die Top Executive Sphären eines internationalen Finanzkonzerns empor gearbeitet. Damit hatte ich eigentlich alles erreicht, was ich wollte. Zahlte dafür aber auch einen Preis: meine erste Ehe war zwischenzeitlich gescheitert, mir blieb wenig Zeit für die Kinder, ich führte ein kaum nennenswertes Sozialleben, Sport betrieb ich bestenfalls im Urlaub. Eine Grippe oder einen Schnupfen konnte ich nie richtig auskurieren, und nie war Zeit für meine eigenen Bedürfnisse. Eigentlich hatte ich meine eigenen Bedürfnisse ganz und gar aus den Augen verloren! Es war deshalb Zeit für einen Schnitt: ich kündigte, nahm mir eine Auszeit und zog in die Schweiz. Für meine Kinder war das ein Kulturschock in zweierlei Hinsicht: Von der Grossstadt aufs Land, und eine Mutter, die plötzlich gaaaanz viel Zeit hatte. Ich aber genoss es Zeit zu haben, für die Familie da zu sein, alte und neue Freunde zu treffen. Zwischen Relaxen und Nachdenken riefen ab und zu alte Geschäftskontakte an, fragten nach meinem Rat, wollten meine Expertise. So entstand die Idee, mich selbständig zu machen.

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